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Aufgrund der Tatsache, daß die Vertreter der Feigenkakteen auf dem gesamten amerikanischen Raum beheimatet sind, mit allen erdenklichen Klimazonen, ist unmöglich eine pauschale Kulturangabe für alle Arten zu geben. Es finden sich nur wenige wärmebedürftige Pflanzen aus den +/- subtropischen Gebieten Südamerikas, die in den Wintermonaten gerne über 10°C stehen, und auch gelegentlich Wasser benötigen. Meist sind es Vertreter der Gattungen Brasiliopuntia, Consolea und Tacinga. Der größte Teil meiner Sammlung überwintert bei +/- 5°C und trocken, wobei einige Gattungen bereits frühzeitig, so gegen Anfang März, wenn die ersten Schönwetterperioden eintreten, reichlich Wassergaben für eine üppige Blüte benötigen. Im speziellen sind es die Gattungen Corynopuntia/ Cylindropuntia/ Pterocactus/ Micropuntia. Andere, wie z.B. Maihueniopsis/ Cumulopuntia (nicht alle!)/ Austrocylindropuntia (ebenfalls nicht alle) werden mit Trockenheit zum blühen `gequält´, und es wird erst gegossen, sobald die Knospen gut entwickelt sind- das kann bis weit in den Mai dauern- , also hart sein! Airampoen (jetzte Tunilla) blühen in der Regel besonders im Alter ausgesprochen reich und oft wiederholt im Jahr. Hier wird bei noch kleinen Pflanzen ähnlich voriger Methode vorgegangen, wenngleich es auch Formen gibt, die bei frühzeitigem Wässern willig ihre Blüten treiben. Die +/- behaarten Austrocylindropuntien aus den Anden Perus vertragen keinerlei stehende Hitze, und müssen unbedingt luftig sowie vollsonnig stehen. Reichliche Wassergaben von Juli bis Januar gibt raschen Zuwachs und die Behaarung ist je nach Sorte gut ausgeprägt. Die typische Polsterbildung ist in der Regel Sortenbedingt und lässt sich nicht auf kulturelle Einflüsse zurückschließen. Die Töpfe müssen tief und nicht zu klein sein, damit sich die so gut wie stets bildende, kräftige Rübenwurzel gut entfalten kann. Ab Januar bis zum Knospenansatz im Mai/Juni werden die Pflanzen völlig trocken gehalten, wenngleich auch Blüten an frei im Gewächshaus ausgepflanzten Exemplaren beobachtet werden konnten. Diese fielen in ihrer Menge sogar zahlreicher aus, auch zeigten sich die Pflanzen im Wuchs kräftiger, bei `gewöhnlicher´ Kultur. In den Wintermonaten zwingend hell aufstellen, unter 10°C, gelegentlicher Frost mit Tageserwärmung wird vertragen. Aussaat von ausgereiftem, mehrjährigem Saatgut mit den besten Keimquoten in den Wintermonaten bei etwa 15°-20°C möglich. Sogenannte `Winterharte´ Feigenkakteen überdauern je nach Sorte +/- geschützt in Steingärten oder vor vollsonnigen Hauswänden gepflanzt. Bei schlechten Lagen wird in den Herbst-Wintermonaten bis etwa März die Anlage mit einer Glas- oder Folienabdeckung vor Nässe geschützt. Ungleich schöner werden die Pflanzen aber in einem ungeheizten Gewächshaus oder Folientunnel in nicht zu kleine Töpfe oder Kästen gepflanzt. Ein vollsonniger, geschützter Balkon ist ebenfalls bestens geeignet. Wichtig! Das Substrat muß unbedingt nahrhaft aber gleichzeitig durchlässig sein. Freilandanlagen werden im zeitigen Frühjahr sowie im Sommer jeweils mit einem Volldünger versorgt (z.B. `Nitrophoska permanent´ oder Triabon, 30- 50g/m2). Das
Substrat, welches ich in meiner Sammlung für alle
Pflanzen verwende, setzt sich aus guter(!) Blumenerde, Mit
dem 1.Gießen gebe ich ca. 30 Tropfen Baldrianblütenextrakt
auf 10L Wasser .
Es wirkt sehr blühfördernd, sowie pilzhemmend und fördert das
Bodenleben. Sie
können den Extrakt von Herrn Wistinghausen aber auch direkt Online bei
mir bestellen! Schauen Sie einfach auf meinen Internet-Shop. Der
Lieferung Mit dem nächsten Gießen folgt eine Behandlung mit Braunalgenkonzentrat (je nach Mittel ca. 100ml auf 10L Wasser). Gelegentlich wird im Laufe der Saison mit derselben Konzentration über die Pflanzen gesprüht (gibt teilweise aber braune Flecken, je nach Hersteller) Gedüngt wird bei mir gelegentlich mit +/- stickstoffarmen Düngern in schwacher Konzentration. Bei mineralischen Substraten muß aber öfter gedüngt werden. |
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©
2000 by [ Michael Kießling] www.Tephrowelt.de
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