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Es ist bereits einige Jahre her, als mir ein Bekannter
(Heinz Krantzen aus Kamp-Lintfort) den ungewöhnlichen Tipp mit dem
`Baldrianblüten-Extrakt´ gab. Ich zitiere hier wörtlich seine damalige
Bemerkung;
`Zu dem Baldrianblütenextrakt möchte ich noch mitteilen, daß ich das
mit dem Abtöten von Pilzen (jeden Pilz wie dort stand) irgendwo gelesen
habe. Ich weiß jedoch nicht mehr, wo es gestanden ist, möglicherweise in
dem Buch `Freilandsukkulenten´von Fritz Köhlein, welches ich vor einigen
Monaten in der Stadtbücherei ausgeliehen hatte. Ich will mich aber
hier nicht festlegen.
Baldrianextrakt gibt es in der Apotheke, aber es ist nicht
BaldrianBLÜTENextrakt. Außerdem enbthält es mehr als 50% Alkohol und
ist für gärtnerische Zwecke nicht geeignet. Baldrian-(Valeriana
officinalis) Blütenextrakt ist ein reines Naturprodukt- man kann es
selbst herstellen, wenn man die Pflanzen hat, oder in der Natur
(Au-Wiesen) finden kann. Ich habe ihn vor Jahren selbst ausgesät. Dies
braucht man nur einmal, denn er wuchert wie Unkraut, ist mehrjährig oder
gar eine Vollstaude und sät sich von selbst soviel aus, daß man
eingreifen muß, damit es nicht überhand nimmt.
Der Baldrianextrakt ist dickflüssig, dunkelbraun, und hält sich, in ein
Fläschchen abgefüllt und gut verschlossen sowie kühl aufbewahrt (+12°C
reichen aus) Jahrelang, auch der aus eigener Herstellung. Dies ist schon
ein Zeichen von der Qualität dieses Pflanzensaftes. Der einzige Zusatz
ist ein wenig frisches, sauberes Regenwasser.
...der Baldrianblütenextrakt ist vielseitig verwendbar. Im Frühjahr wird
er in feiner Dosis auf den Boden ausgebracht (ähnlich wie in der
Homoöpathie: `kleinste Dosierung/größte Wirkung)- um das Bodenleben zu
aktivieren. Ähnlich so bei der naturgemäßen Kompost- Herstellung, wo
verschiedene Kräuterdrogen mit Baldrian in den vorbereiteten Kompost-
haufen eingebracht werden, als Aktivator. Er wird, zur Anregung der
Blütenbildung bei verschiedenen Feldfrüchten auf die Pflanze
ausgebracht, nicht aber bei Kohlarten, Salat, Wurzelgemüse, Rüben usw.
da diese sonst zum schossen neigen. Als Frostschutz, wie z.B. bei der
Erdbeerblüte, bei Beerensträuchern usw., wird er auch verwendet....´
Die Herstellung
Im Blättchen `Wincke´ der Abtei Fulda werden Erfahrungen von
Pflanzenliebhabern vorgestellt, die die angesprochene Wirkung bestätigen.
Ich stelle mein Extrakt folgendermaßen her;
Gesammelt wird in der Hochblüte, was etwa im Juni/Juli der Fall ist, die
vollaufgeblühten Blütendolden. Charakterisiert wird das Erscheinungsbild
des Baldrian durch die rosafarbene Knospe, die sich allmählich in reines
Weiß färbt. Auch die Blätter fallen durch ihre gegenständige, etwas
sichelartig gebogene Form auf, deren Ränder gesägt und kräftig grün
gefärbt sind. Die ausdauernde Staude wird je nach Standort zwischen 1m
und 1,8m hoch, und wächst in Auen, Wald- und Straßenrändern.
Die gesammelten Blüten werden (jedenfalls von mir, ist aber etwas
Zeitaufwendig) von den gröbsten Blütenstielen entfernt, und ggf. etwas
sauberes Regen- oder destiliertes Wasser zugefügt und gut gemixt. Der
Brei wird durch ein sauberes Geschirrtuch gepresst. Dieser Saft (der
eigentliche Extrakt) wird in Marmeladengläser gefüllt, und kühl sowie dunkel bis zum Verbrauch
aufbewahrt. nach einiger zeit setzen sich an der unteren Glashälfte
Sedimente ab, die aber keinesfalls wertmindernd sind. Vor Gebrauch einfach
gut schütteln.
Ein Bekannter von mir friert seine Blüten vorher ein, und gewinnt durch
das damit entstehende Platzen der Zellwände durch
die Frosteinwirkung beim anschließenden auftauen und weiterverarbeiten
zwar ungleich mehr an Saft. Allerdings ist nicht bekannt, inwieweit sich
das Einfrieren evtl. negativ auf das daraus entstehende Extrakt auswirkt.
Ich bleibe daher lieber bei
meiner altbekannten und bewährten Methode.
Die Anwendung
..erfolgt in meiner Sammlung folgendermaßen;
1. Behandlung mit dem ersten Wässern im Jahr, so etwa Anfang März, ich
gebe 30 - 50 Tropfen in 10 Liter Wasser, und gieße damit alle
Pflanzen. Die
2. Behandlung erfolgt in den Folgemonaten, sowie öfteres sprühen der
Brühe über die Pflanzen.
Ein Bekannter Orchideenfreund, Maierl Bepp aus Rosenheim testete diese
Behandlung, und schört mittlerweile, ebenso wie ich, auf dieses
`Zaubermittelchen´. Gegen den Hinweis, gewöhnliche Baldriantinktur aus
der Apotheke (wegen des hohen Alkohol- Gehaltes) sei ungeeignet, verwendet
er das bei Walmart oder Schlecker erhältliche, für den menschlichen
Bedarf angebotene Mittel, das zudem sehr günstig ist (ca. 3.50 Euro für
100ml), mit dem gleichen Erfolg.
Fazit
Da ich inzwischen eine nicht gerade kleine Sammlung mein Eigen
nennen darf, lohnt sich bei mir die eigene Herstellung durchaus, zudem
Baldrian in meiner Umgebung (Chiemgau) in Massen vorkommt. Allein im
Sommer 2002 brachte ich aus 3 vollgestopften 10Liter Plastiktüten gut und
gerne 2 Liter besten Extrakt heraus, was einem Marktwert von sage und
schreibe 500.- Euro entspricht, wenn ich das damals noch erhältliche
Original- Baldrianblütenextrakt von Oscorna als Preisvergleich verwende (
50ml kosteten ungefähr 24.- DM). Wer meine Sammlung kennt, und die
Blütenpracht, die ich jedes Jahr erleben darf, selbst schon mal gesehen
hat, wird oft ungläubig mit dem Kopf schütteln, und vermuten, ich dünge
meine Pflanzen mit irgend einem geheimen Superdünger. Das hierbei aber in
erster Linie der Baldrian schuld ist, können die wenigsten glauben. Ich
möchte meine Erfahrungen hier weitergeben, weil es einfach ein Geschenk
der Natur ist, und keinem schadet. Ich gönne jedem solche Blütenpracht,
und wünsche mir, daß dieses Verfahren mehr Beachtung findet.
Für weitere Fragen oder Probleme stehe ich jederzeit, sofern ich da bin,
gerne zur Verfügung.
!!Original Baldrian-Blüten-Extrakt ist wieder
offiziell erhältlich!!
Sie können den Baldrian direkt bei mir in meinem Shop ordern.
Das Gute!! Es ist sogar bei vergleichbar guter Qualität zum damalig
erhältlichen Extrakt um 3,00 Euro günstiger!
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